Warum diese Unterstützung notwendig ist

In Deutschland ist der Bedarf an psychotherapeutischer und traumatherapeutischer Unterstützung hoch. Gleichzeitig bestehen erhebliche Versorgungslücken.

Etwa jeder vierte Erwachsene ist innerhalb eines Jahres von einer psychischen Erkrankung betroffen (dgppn.de). Dennoch warten viele Betroffene oft mehrere Monate auf einen Therapieplatz – in ländlichen Regionen häufig noch länger (bptk.de) (bundesgesundheitsministerium.de).

Besonders im Bereich der Traumatherapie fehlen spezialisierte Angebote. Traumafokussierte Verfahren sind im Kassensystem nicht als eigenständige Behandlungsform verankert und daher nur begrenzt abgebildet (g-ba.de) (springermedizin.de) (uniklinik-ulm.de).

Besonders für Kinder und Jugendliche fehlen qualifizierte Traumatherapeuten. Gleichzeitig wächst der Bedarf an früher und spezialisierter Unterstützung. Deshalb engagieren wir uns für die Entwicklung von Ausbildungsangeboten für die Traumatherapie mit Kindern und Jugendlichen und möchten dazu beitragen, die Versorgung langfristig zu verbessern.

Angesichts steigender psychischer Belastungen ist der Bedarf an Unterstützung in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Zugleich bleibt Suizid ein relevantes gesellschaftliches Thema. Bei den 10- bis unter 25-Jährigen war Suizid im Jahr 2023 die häufigste Todesursache in Deutschland. Traumasensible Begleitung und Stabilisierung können einen wichtigen präventiven Beitrag leisten (dgppn.de) (bundesgesundheitsministerium.de) (suizidprophylaxe.de) (destatis.de).

Zudem wurde der staatlich unterstützte Fonds Sexueller Missbrauch eingestellt und wird nicht weitergeführt. Damit entfällt eine wichtige Unterstützungsmöglichkeit für Betroffene. Gleichzeitig wird das Ausmaß sexualisierter Gewalt in der Gesellschaft zunehmend sichtbar (beauftragte-missbrauch.de) (zeit.de) (fonds-missbrauch.de).

Unser Beitrag

Diese Versorgungslücken haben konkrete Folgen für die betroffenen Menschen. Genau hier setzt LebenWeben e. V. an.

Wir möchten dazu beitragen, dass notwendige therapeutische und ergänzende Unterstützung schneller, möglichst unbürokratisch und unabhängig von der finanziellen Situation zugänglich wird.

Gleichzeitig engagieren wir uns für den Aufbau langfristiger Strukturen – insbesondere durch die Förderung von Ausbildungsangeboten für die Traumatherapie mit Kindern und Jugendlichen sowie durch den Aufbau eines Netzwerks qualifizierter Fachkräfte.

Gemeinsam mit unseren Förderpartnern möchten wir dazu beitragen, dass Hilfe dort ankommt, wo sie dringend gebraucht wird.